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Dezemberausstellung

Ausstellungen im Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus

4.9.2021 – 14.1.2021 | Beim Stadthaus

Charlotte Prodger

Die Verwurzelung der britischen Künstlerin Charlotte Prodger (*1974) in der Queer-Kultur ist die Basis ihrer kritischen Haltung gegenüber gesellschaftlichen Normen. Sie thematisiert in ihren Werken drängende Fragen rund um Genderpolitik, Individualität und Freiheit und beschäftigt sich eingehend mit sozialen Strukturen und Systemabhängigkeiten. In ihren Filmen, Videoinstallationen, Objekten und Fotoarbeiten adressiert sie diese Themen nicht aktivistisch anklagend, sondern verwebt eine Vielzahl von kunsthistorischen, gesellschaftlichen und autobiografischen Subtexten zu einem differenzierten Gesamtbild.

4.9.2021 – 14.1.2021 | Beim Stadthaus

Alan Charlton – Richard Long

Alan Charlton (*1948) und Richard Long (*1945) zählen zu den heraus­ragenden britischen Künstlern der letzten Jahrzehnte. Long gilt als einer der Pioniere der sogenannten Land Art, einer Kunstrichtung, welche seit den 1960er Jahren die Landschaft als Werk-, Ausstellungs- und Erfahrungsraum versteht. Ausgehend von seiner Studienabschlussarbeit A Line Made by Walking entwickelte er ein umfassendes Œuvre, das sich mit dem Gehen in der Natur und dessen Reflexion auseinandersetzt. Alan Charlton hingegen gehört zu den radikalsten Malern seiner Epoche. Er bezeichnet sich selbst als den Mann, der graue Gemälde schafft. Seit 1967, als auch er zum Abschluss seines Studiums an der Royal Academy of Art völlig überraschend und entgegen der Lehre der Hochschule eine graue monochrome Leinwand ausstellte, malt er ohne Ausnahme alle seine Bilder in Variationen dieser Farbe bzw. Nicht-Farbe. Wahrnehmung und räumliche Erfahrungen sind für sein Schaffen zentral.

Ausstellungen im Kunst Museum Winterthur | Reinhart am Stadtgarten

10.7.202 – 6.01.2022 | Reinhart am Stadtgarten

Expressionismus Schweiz

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in der Schweiz eine wilde, künstlerische Avantgarde, die sich einer radikal neuen Bildsprache bediente. Wie in Deutschland und Frankreich, wo Künstlerinnen und Künstler mit Expressionismus, Kubismus und Fauvismus neue Experimente wagten, griffen auch Schweizerinnen und Schweizer zu einer neuen Formensprache und ungehemmter Farbigkeit. Nicht mehr das Abbild der realen Welt war das Ziel, sondern das Innere, Subjektive zum Ausdruck zu bringen.

 

13.3.2021 – 16.1.2022 | Reinhart am Stadtgarten

Etikette und Maskerade – Miniaturbildnisse des Barock

Unter Louis XIV avancierte Frankreich zur führenden Herrschaft Europas. Das Schloss Versailles erstrahlte in voller Pracht und war Ausdruck von Grösse und absolutistischer Macht – der König wurde göttergleich verehrt. Der Sonnenkönig zog den hohen Adel an den Hof und begünstigte ihn zeremoniell, um ihn zugleich zu kontrollieren. Eine Wohnung in Versailles zugewiesen zu bekommen, war ein bedeutendes Privileg. Die Etikette beschrieb und regelte hierbei jeden Vorgang und wies jedem Mitglied des Hofes einen für alle sichtbaren Rang innerhalb dieser Gesellschaft zu. Trotz opulenter Inszenierung in kostbaren Roben aus Seide und Spitze mit Allongeperücken und Fächern spielten Aspekte der Convenance, Zurückhaltung und Takt eine herausragende Rolle.

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Die Sammlung des Kunst Museum Winterthur